Tagebuch der Naturschutzjugend 2012


07.01.12

Allein mit Ole sind wir wegen des Sturmes und der damit verbundenen Astbruchgefahr im Wald zum Pfaffensee und Knappensee gegangen. Ole hat seine Beobachtungen aufgeschrieben:

Verhalten von Blässhühnern:
Die Blässhühner haben Algen gefressen, wir fanden heraus dass sie auch Fische fressen! Ein Blässhuhn schob ein Bündel Algen vor sich her und fraß immer mal wieder etwas davon. Es gab eine Streiterei zwischen 3 Blässhühnern. Ich habe außerdem beobachten können, dass sich ein Blässhuhn während es sehr schnell geschwommen ist sich am Ohr gekratzt hat. Wir waren an 2 Seen. Am 1. See sind die Blässhühner alleine geschwommen, während am 2. See die Blässhühner in Gruppen schwammen.

Verhalten von Silberreihern :
Den Silberreiher den wir sahen stolzierte immer wieder am Ufer herum und beobachtete mit scharfen Augen das Wasser, jedoch fing er keinen Fisch.

Verhalten von Kormoranen:
Die Kormorane  trockneten ihr Gefieder bzw. schliefen als wir ankamen und wieder gingen.

Verhalten von Krickenten:
Die 2 Krickenten die wir sahen tauchten nur manchmal unter um Algen zu suchen. Sie hielten sich meistens von den Blässhühnern fern.


28.01.2012

Wir sind durch den Wald spaziert und haben sehr viele Sachen entdeckt. Wir haben im Wald viele Mäuse gesehen und einen Brutkasten mit einem Meisenei. Wir haben einen Brutkasten mit einem Kleibernest gesehen. Ein Kleiber klebt sein Nest mit so einer Art Silikon zu, das er selbst herstellt. Damit verteidigt er sein Nest vor Räuber. Wir entdeckten einen Wildschwein- und Rehabdruck. Wir haben eine Maus in ihren Bau huschen sehn. Wir haben den Kot von einem Reh und von  anderen Tieren gefunden. Leider gibt es im Wald auch traurige Sachen zu entdecken. Wir entdeckten zum Beispiel einen toten Vogel. Aber der Ausflug hat super viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Mal
(von Luca Bianchi).


11.02.12

Bei -14°, nur 4 Kinder, aber davon ist wieder ein weiteres neues Kind, Tom. Aufgrund der Kälte und des Sonnenscheins sind wir am Steinbruch hoch, rüber zum Quellenhof und durch die Welschbach zurück. Ein Turmfalke hat einen der Horste in Besitz genommen, später sahen wir drei weitere Turmfalken am Himmel und Rehe standen auf dem aufgeforsteten Steinbruch. Auf einer gefrorenen Wasserfläche wurde mit Stöcken und Erde Eishockey gespielt.


25.02.12

Ein warmer Frühlingstag! Auf in den Wald und Nistkästen reinigen. Wir spüren den Frühling kommen. Die Vögel im Wald sind am zwitschern, die ersten Triebe an den Bäumen bilden sich und auch im Waldboden, noch von den Blättern verdeckt, finden wir viele Triebe. Einige verängstigte Haselmäuse haben wir aus nächster Nähe betrachten können, die in den Nistkästen überwintert haben. Wir haben uns den Aufbau von Meisennestern und Kleibernestern angeschaut. Und in einem Kasten fanden wir einen mumifizierten Vogel.
 
Heute waren wir mit 7 Kindern, Hans-Martin und  Ole im Bingenheimer Wald. Dort haben wir verschiedene Nistkästen ausgeleert. Dabei haben wir auch drei Haselmäuse entdeckt und Rehhaare gefunden. Das war sehr interessant (von Tom).


10.03.2012 – Ausflug in das Bingenheimer Ried

Das Bingenheimer Ried ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Genau das dachten sich auch die Naturschutzkinder-Kinder Tia, Leo, Maxim, Ole, Rafael, Sven, Simon, Tom und Luca an diesem kühlen, aber trockenen Samstagmorgen. Das Bingenheimer Ried, in der Horloffaue zwischen Echzell und Reichelsheim gelegen, ist eines der landesweit bedeutendsten Refugien seltener Tierarten und zugleich eines der Kernstücke im Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Auenverbund Wetterau“.
Mehrfache großflächige Überschwemmungen zwischen November und April geben dem Gebiet seinen typischen Charakter.
Unter der Regie von Jugendleiter Hans-Martin Seisler, der von Gregor Kocksch und Hund Suse unterstützt wurde, machte man zunächst Halt an der Bäckerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim. Gegenüber der Bäckerei erklärte Hans-Martin Seisler den Kindern Sinn und Zweck des Schneidens der Korbweide (Salix viminalis). Im Februar ist die beste Zeit, Weidenruten zu schneiden und mit den biegsamen Trieben dekorative Beeteinfassungen zu flechten. Neben der Korbweide eignet sich hierzu auch bestens die Purpurweide (S. purpurea).
Weiter ging es Richtung Horloff, wo man sich mit dem nötigen Instrumentarium rüstete. Wie funktioniert eigentlich ein Fernglas? Hans-Martin hatte gleich mehrere Exemplare mitgebracht und erläuterte geduldig das Prinzip und die Funktionsweise. Neugierig schauten die Kinder sich Objekte in der Ferne an. Darunter natürlich eine Menge „Bewohner“ des Bingenheimer Rieds, die man sich jedoch auch aus nächster Nähe ansehen wollte.
Weiter ging es zum bekannten Beobachtungsturm des Bingenheimer Rieds.
Über einen befestigten Fußweg am südlichen Ortsrand von Bingen¬heim kann das Gebiet begangen werden. Der 1996 errichtete Beobachtungsturm bietet einen guten Einblick ins Gelände ohne Störung der Tierwelt. Zahlreiche Info-Tafeln an dem entlang des Naturschutzgebietes verlaufenden Weg informieren ausführlich über den Lebensraum Aue im Wechsel der Jahreszeiten sowie die Biologie der seltenen Tier- und Pflanzenarten
Mit Ferngläsern „bewaffnet“ konnte man vom Beobachtungsturm aus den typischen
Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten des Feuchtlandes erkunden. Zu den Entdeckungen der Kinder zählten Pfeifenten, Blesshühner, Graugäne, Schwäne, Nilgänse sowie Reiher- und Stockenten.  Nicht zu vergessen die Weißstörche, die immer wieder ein Highlight darstellen.
Die nachstehenden Bilder zeigen einige Impressionen und Eindrücke, die an diesem Samstag gewonnen wurden. Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei!

GKo/10.3.2012


24.03.12

Knoblauchkröten sammeln an der Straße zwischen Gettenau und Heuchelheim! Um 6.20 haben wir uns am Friedhof in Gettenau getroffen. Alle Kinder waren gekommen und einige Eltern! Geführt von Tom Sacher, einem Amphibienspezialist, sind wir losgezogen. In den Eimern Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 waren keine Kröten zu finden. Die Nacht war zu kalt, erklärte uns Tom. Groß war die Freude, als endlich die erste Kröte in einem Eimer gefunden wurde.
Insgesamt haben wir 16 Kröten in den Eimern gefunden. Auch einen Kammmolch und einen Teichmolch haben wir gefunden. Die gefundenen Tiere wurden nach Geschlecht und Art getrennt in eine Liste eingetragen, wobei darauf zu achten ist, dass die Tiere in die Spalte eingetragen werden, die die Nummer des Eimers tragen, in denen sie gefunden wurden. Anhand dieser Listen kann später der Hauptwanderweg der Kröten festgestellt werden. Wir haben natürlich auch die geschlechtlichen Unterschiede gezeigt bekommen. Die Männchen sind kleiner und haben an den Vorderbeinen gut sichtbare Drüsen. Die Weibchen sind größer und bunter. Die Kinder konnten sehr bald die Geschlechter der Kröten bestimmen. Wenn wir uns umschauten, konnten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten und einen Rotmilan, der über uns seine Kreise drehte. Außerdem wies uns Tom noch auf einen kleinen Schwarm von Goldregenpfeifern hin. Nachdem alle Eimer kontrolliert waren und alle Tiere in einer Liste erfasst waren, sind wir ins Ried marschiert und haben sie alle einzeln freigelassen.  

Auf dem Rückweg zum Gettenauer Friedhof wurden die Exmoorpferde, die extra an den Zaun kamen und sich vorsichtig streicheln ließen, mit Gras gefüttert.

Dieser Morgen wurde noch mit einem gemeinsamen Frühstück in unserem Garten abgeschlossen. Jeder hatte etwas mitgebracht, Brötchen, Käse, Wurst, Eier; Honig, Nutella und Marmelade. Warmer Kakao und Saft für die Kinder, Tee und Kaffee für die Erwachsenen. Und Stockbrot wurde am Feuer gebacken. Ich denke, es war ein schöner Tag und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Einen Dank noch an unseren kompetenten Führer, Tom Sacher! Es ist sicherlich nicht einfach für ihn gewesen, diese Horde von oft lärmenden Kindern auszuhalten.

 
 

21.04.12

Wir wollen im Wald Gegenstände sammeln, die wir auf unserem Stand bei der  EGA ausstellen können, also sind wir in den Wald gegangen. Bei der Gelegenheit kontrollieren wir natürlich auch die Nistkästen, die an unserem Weg liegen. Viele der Nistkästen sind belegt von Kleibern und Meisen, andere sind leer oder von Wespen oder Haselmäusen belegt. Die Waldmäuse kommen ohne Scheu aus ihren Löchern und zeigen sich, sehr zur Freude der Kinder. Der Waldboden ist weiß von den Blüten der Anemone. Überall sprießt es!
Und was haben wir gefunden: Müll! Einen Drehstuhl, der von Sven zum Parkplatz geschleppt wurde, leere Glasflaschen, Stuhlpolster, Konservendosen und vieles mehr! Aber auch ein Nest einer Krähe, alte Nester von Meisen, einen verlassenen Nistkasten mit Eiern und vieles mehr. Den Müll haben wir fotografiert und anschließend entsorgt - bis auf wenige, besondere Gegenstände, die mit in die Ausstellung gehen.

 
 

28.04.12

Wir sind auch dieses Jahr wieder mit einem Stand an der Ega beteiligt. Wie vor zwei Jahren haben wir die erste Schicht auf dem Stand übernommen. Dieses Mal haben wir unsere Gegenstände, die wir bei unseren Exkursionen im Wald gefunden haben ausgestellt. Auch haben Ole und ich zwei Mikroskope mitgenommen und zuvor einige Präparate hergestellt: Haare vom Schaf und vom Wildschwein, Federn und ein Blatt. Die Mikroskope erfreuten sich eines regen Interesses.


05.05.12

Bei Nieselregen gehen wir ins Ried um zu schauen, was die jungen Vögel machen. Wir haben viele Junge Vögel gesehen: Graugänse, Nilgänse jeweils mit Jungen, ein Kiebitz, der eine Nilgans attackierte, Reiherenten, Blesshühner und natürlich die Störche, deren Junge ihre Hälse  aus dem Nest reckten. Als das Interesse nachließ, sind wir auf den Spielplatz gegangen. Das ist immer ein schöner Abschluss eines Riedganges.


19.05.12

Und noch mal ins Ried, diesmal bei Sonnenschein. Auf einer Insel vor dem Aussichtspunkt scheint ein Kiebitz zu brüten. Er saß die ganze Zeit still an einem Fleck: so konnten ihn die Kinder alle in Ruhe beobachten. Die Kinder, die nicht sich um das Spektiv scharten, veranstalteten ein Schneckenrennen mit unterwegs gesammelten Schnecken. Welche Schnecke gewonnen hat, kann ich nicht mehr sagen. Zwei Silberreiher haben wir gesehen und Ole hat eine Bekassine entdeckt, die im Schilf stand. Wir sind dann noch zu dem Aussichtshügel gegangen, um uns dort die Nistkästen anzuschauen. Viele Kinder wissen, welchen Nistkasten für welches Tier ist.

 

09.06.12

Einfach nur durch den Wald gelaufen: Pilze gefunden, Nistkästen überprüft, die randvoll gefüllt waren mit Polstermaterial, brütende Vögel gefunden. Und Herrscher Ole I. gestürzt, indem wir seinen Schuh erbeuteten! Es lebe Königin Tia I. Viel Spaß gehabt!

 

23.06.12

Als Abschlussfahrt vor den Sommerferien sind wir gemeinsam, die Jugend, die Zwerge und die Eltern nach Laubach ins Grüne Meer gefahren und haben anschließend in unserem Garten ein Lagerfeuer entzündet, gegrillt, Stockbrot gebacken und eine Nachtwanderung ins Bingenheimer Ried gemacht. Wir haben den Geräuschen im Ried gelauscht: den Enten und Fröschen, den Kühen und dem Rascheln der kleinen und großen Mäuse und wir haben viele Glühwürmchen gesehen.

Hallo lieber Hama,
also ich fand es war ein super toller Tag!
Nach einer kleinen Irrfahrt durch den Vogelsberg kamen wir(Gregor, Leo, Elke)leicht entnervt im Grünen Meer an!
Dort hat mir das Rehlein "NIMMERSATT" am besten gefallen. Samt Tüte verspeiste es das Futter, sehr zum Entsetzen des kleinen "Fütterers"!
Die Nachtwanderung war auch noch mal ein tolles HIGHLIGHT. Dort gab es kleine ELFEN zu sehen, die sich als Glühwürmchen getarnt hatten, genial!!!
Rundum ein gelungener, toller Tag!!
Danke für deinen Einsatz!
Elke

        

Lieber Hama,
vielen herzlichen Dank für den wunderschönen Tag. Das war eine tolle Idee, uns hat's sehr viel Spaß  gemacht.
Viele Grüße in die Runde
Claudia, Wolfgang und Leonard


18.08.12

Das erste Wochenende nach den Sommerferien! Über 30 Grad im Schatten. Also ab in den Wald! Richtung Blofeld, zum ältesten Kischbaum Hessens! Und quer durch den Reichelsheimer Wald zurück.


01.09.12

Mit wenigen Kindern bei strahlendem Wetter zum Pfaffensee gegangen. Auf dem Weg die Sommerblumen und Schmetterlinge bewundert und bestimmt.


22.09.12

Es wird langsam Herbst. Wir sind durch den Wald geschlichen. Eigentlich kann man ja nicht sagen „geschlichen“, denn eine Herde Kinder kann nicht schleichen


29.09.12

Michaeli - ein wichtiger Tag auf dem Quellenhof. Dort werden Kuhhörner mit Mist gefüllt und vergraben. Wenn sie wieder aus der Erde geholt werden, ist ihr Inhalt ein prima Pflanzendünger geworden, der dann auf die Beete und Felder ausgebracht wird. Elke hat uns dahin gebracht.
Die eine Hälfte bleibt beim Quellenhof und hilft mit die Kuhhörner zu befüllen, die andere Hälfte geht weiter in Richtung Wald und findet braune Hausschweine! Im Wald wird eine Hütte gebaut.


06.10.12

Apfelkeltern! Fast alle Kinder sind da und auch viele Eltern. Alle helfen beim Apfellesen und auch nachher auf dem Quellenhof beim Waschen, Häckseln und Pressen der Äpfel. Die kleinen werden beim Waschen nass und  die großen beim Häckseln. Und der Saft schmeckt!!! Und zwischendurch wird etwas am Teich gespielt. Einige sehen auch das grünfüßige Teichhuhn, das da lebt.

 

03.11.12

Regen, Wind und 7° -  zu windig für den Wald! Also sind wir zum Pfaffensee gegangen, denn dort ist ein Unterstand auf der Aussichtsplattform! Wir haben auf dem Weg dahin den neuen Krötentunnel besichtigt. Bei dem Wind wird es nach einiger Zeit ganz schön kalt! Schwäne auf dem Acker gesehen, einen richtigen Hasen und zwei Rehe und die Kormorane saßen traurig auf den Pfosten.


17.11.12

Ein grauer Herbsttag! Auf in den Wald! Ziellos durch den Wald gezogen und einen Wildfütterplatz gefunden, mit Wildschweinsuhle und zwei Hochsitzen. Und dann eine Markierung auf einem Baum: ein senkrechter Strich und auf der einen Seite die Buchstaben Ecz und auf der anderen Seite Rei. Was kann das sein? Ja richtig, die Gemarkungsgrenze Echzell / Reichelheim. Außerdem haben wir „Baumfratzen“ gefunden: Gesichter die durch Äste und Moose entstanden sind.

 

01.12.12

Frostige Temperaturen! Bei diesen Temperaturen haben die Erwachsenen einen Arbeitseinsatz am Stockborn und wir wollen schauen, was dort gemacht wird. Und kaum sind wir da, sind wir auch schon in das Geschehen integriert. Es werden die Hecken gestutzt und Bäume gefällt. Es müssen die Äste auf einen Stapel gezogen und das was als Brennholz genutzt werden kann, aufgeschlichtet werden.  Alle waren mit Eifer dabei! Ole, Sven und Leo haben sogar mit einer Handsäge Bäume gefällt!

 

15.12.12

Das letzte Mal sind wir in diesem Jahr unterwegs. Es regnet und es ist aber noch so kalt, dass die Eisplatten auf den Pfützen noch gefroren sind. An einem Buchenwald, Richtung Autobahn, kann ich schön erklären, wie das mit den nachwachsenden Rohstoffen im Wald so abläuft. Auch was Beschädigungen an der Rinde für Auswirkungen haben können, konnte ich erläutern.