Tagebuch der Naturschutzjugend 2010


16.01.10

 

Das erste Treffen im neuen Jahr! Wir sind durch den Wald gegangen und haben im Schnee Spuren gelesen: Kaninchen, Reh, Fuchs und Dachs. Den Dachs haben wir an seinem Hauseingang besucht. Deutlich waren die Spuren eines regen Verkehres zu sehen. Auch Hasenlöcher haben wir gefunden. Und viele Meisen, die im großen Verband die von Wildschweinen aufgewühlte Erde nach Futter absuchen. Und an einem Ast hing eine Raupe. Ob die bei diesen Temperaturen überlebt hat?


30.01.10

Nur mit Ole und Jan Christoph unterwegs, einen Spaziergang gemacht, die Welschbach hoch, am Waldrand entlang Richtung Blofeld und am Steinbruch zurück. Kalter Wind und viel Schnee. Zum Verweilen zu kalt!


13.02.10

 

Und noch immer viel Schnee und anhaltende Minustemperaturen. Wir waren heute im Wald und haben die Waldarbeiter bei der Arbeit beobachtet. Sven hat eine Mausfamilie gesehen, die vor ihm Reißaus genommen hat und ein Hase hoppelte über die verschneiten Felder. Ansonsten: spielen im Schnee!


27.02.10

 

Endlich ein Frühlingstag mit Temperaturen um 7 Grad Celsius und Sonnenschein. Im Wald sind viele "Holzfäller" bei der Arbeit. Es wird Zeit die Nistkästen zu reinigen und für die neue Brut vorzubereiten. So stapfen wir in den Wald, begleitet von zwei neuen Kindern aus Blofeld. Und gleich in einem der ersten Nistkästen, die wir öffneten fanden wir drei Haselmäuse. Ein weiterer Nistkasten, der geleert werden sollte, war bis oben hin mit Blättern gefüllt. Als Josie die ersten Blätter herausholte, wurde sie plötzlich von einer Maus angesprungen. Also auch dort waren Mäuse. Wir fanden noch ein drittes bewohntes Mäusenest in einem heruntergefallenen Nistkasten. Wir haben ihn auf der Erde liegen gelassen. Und ein Baumpuzzle wurde gemacht. Viel zu schnell ging die Zeit herum.


12.03.10

Wieder im Wald zum Nistkästenreinigen. Bis auf eine tote Hornisse und eine interessante Wucherung im Holz haben wir keine besonderen Funde gemacht. Aber wir sind in einem Waldstück gewesen, das zu Reichelsheim gehört. Dort haben wir auf einer Lichtung ein Rudel Rehe gesehen und eine kleine Wildsau!


27.03.10

Krötenwanderung in das Bingenheimer Ried! Wir haben den Krötenzaun zwischen Gettenau uns Heuchelheim betrachtet und Vertreter der Tiere, die sich an diesem Samstagmorgen in den Eimern sammelten, konnten in Einmachgläsern betrachtet werden. Das waren eine weibliche Knoblauchkröte und eine männliche sowie ein Grasfrosch und ein Erdkrötenpärchen, Teichmolche und Kammmolche. Die Tiere wurden nach eingehender Betrachtung im Ried freigelassen. Weiter zum Georgenteich. Dort konnten wir Frösche und Kröten beim Laichablegen beobachten. Die Tiere wurden aus dem Wasser geholt und eingehend betrachtet. Auch wurde ein Krötenweibchen gefunden, an dem zwei Männchen hingen. Diese Männchen hatten sich so fest an das Weibchen geklammert, dass wir nur mit Mühe ein Männchen lösen konnten. Und zwischendurch bauten die großen Jungs am Abfluss des  Teiches einen Staudamm, der aber, bevor wir gingen wieder eingerissen wurde. Auf dem Weg zum Auto haben wir einen Dompfaff gesehen und zwei Eichelhäher.


17.04.10

EGA! Wir waren mit einem Stand auf der EGA vertreten. Die erste Schicht haben wir übernommen, von 12.00 bis 16.00 Uhr.


08.05.10

 

Wir sind ins Ried gegangen um nach jungen Vögeln zu schauen. Junge Vögel haben wir erst einmal nicht gesehen, sondern ein junges Rind, das wohl gerade zur Welt gekommen sein muss, denn die Nabelschnur hing noch an dem keinen Kerl und auch das Muttertier hatte noch Reste von der Plazenta auf der rechten Flanke. Das kleine Kalb stakste hinter der Mutter her. Ja und dann waren noch viele Gänsejungen zu sehen. Auch die Köpfe der Storchenkinder in dem Nest nach Reichelsheim haben wir gesehen. Wir sind uns nicht einig gewesen, ob es drei oder vier junge Störche sind. Kaulquappen am Wehr und einen toter kleiner Fisch wurden auch gesichtet. Der Vormittag wurde am Bingenheimer Spielplatz abgeschlossen.


22.05.10

Nach viel Regen Sonnenschein. Haben uns am Waldparkplatz in Echzell getroffen, um nach den Kaulquappen zu schauen. Heute sind drei Mädchen mit ihrer Mutter aus Stuttgart mitgekommen, Verwandte von Julia und Jan Christoph. Also auf zu den Georgenteichen, und mit Becherlupen auf Jagd nach Wassergetieren. Es wimmelt nur so von Kaulquappen, überwiegend von Erdkröten. Auf dem Rückweg, auf dem Matschweg, haben wir dann in gefluteten Fahrspuren viele Molche gefunden, Kammmolche, Teichmolche und auch einen Teichfrosch.


05.06.10

 

Im Bingenheimer Wald, Nistkästen kontrollieren. Die Brut ist vorbei, nur vereinzelt finden wir noch Eier und junge Vögel. Aber dafür hat Julia ein Nest gefunden, das ein Vogel in eine Astgabe gebaut hat, ein Nest von einer Schwanzweise oder einem Zaunkönig. Außerdem sind viele Nistkästen von Mäusen und Fledermäusen bewohnt. In einem Nistkasten waren wenigstens neun Mäuse.


19.06.10

Mit 4 Kindern spielend durch den Echzeller Wald. Klettern und Versteckspielen an umgestürzten Bäumen, dem Bewegungs- und Spieldrang nachgeben. Wir müssen heute pünktlich zurück sein, da einige am frühen Nachmittag schulische Veranstaltungen haben.


03.07.10

 

Die Sommerferien haben schon begonnen, bei Temperaturen von über 30 Grad im Schatten. Wir sind noch mal in den Wald gegangen und haben nach Sommergästen in unseren Nistkästen geschaut. Bei diesem Wetter die richtige Entscheidung. Wieder Fledermäuse in Nistkästen gefunden, Haselmäuse und Raupen. Eine Fledermaus ist aus dem Kasten ausgeflogen, auf dem Boden gelandet und konnte nicht mehr starten. Weil wir Angst hatten, dass die Fledermaus Fressfeinden zum Opfer fällt, hat Ole sie nach mehreren vergeblichen Versuchen gefangen und bei dem Versuch, sie in den Nistkasten zurück zu bugsieren, ist die Fledermaus dann endlich durchgestartet und zwischen den Bäumen verschwunden, nicht ohne Ole zum Abschied noch in die Fingerkuppe zu beißen.
Anschließend Eisessen in Florstadt! So können die Sommerferien beginnen.


21.08.10

Das erste Mal nach den Ferien, spielend durch den Wald gezogen, auf Bäume geklettert, und Pilze bewundert. Ein Wespennest haben wir gefunden, in dem noch tote Wespen beim Schlüpfen lagen, auch das Skelett eines Vogels. Und den Ausgang eines Fuchsbaues haben wir gefunden.


04.09.10

In den Echzeller Wald, auf der Suche nach der Kinderstube der Frösche. Aber wir haben nur eine alte Kröte am Georgenteich gefunden, die wahrscheinlich nicht mehr lange überleben wird, da sie am Kopf verletzt ist. Aber viele Pilze haben wir gesehen, große Pilze und kleine Fliegenpilze und solche die eine komische Form und rote Warnfarbe haben und entsetzlich stinken. Die neuen Spielgeräte am Trimmpfad wurden getestet und auch das alte Spielgerät. Und Bäume wurden erklettert. Ein schöner Vormittag!


18.09.10

Mit den Fahrrädern in den Echzeller Wald! Rund um den Wannkopf. Bergauf wurde oft geschoben, die Abfahrt zum Jäger- und Georgenteich aber war rasant. Leon hat sich den Fahrradreparaturorden 1. Klasse verdient: er hat die abgesprungene Kette von Julias Fahrrad wieder aufgezogen! Ameisenhaufen, eine dicke Kröte, ein Fuchs und Eichhörnchen wurden gesehen. Und an dem Forellenteich sprangen die Forellen. Aber wir haben wieder keine kleinen Kröten und Frösche gesehen.


09.10.10

Apfellesen. Leider war ich an dem Wochenende verhindert. Fotos und einen kleinen Bericht findet Ihr hier.


30.10.10

Im Bingenheimer Wald, mit neuen Kindern neue Wege gegangen. Am Wochenende zuvor haben Ole und ich einen Nistkasten voll mit Eicheln gefunden. Anhand von Fotos, die Ole gemacht hat, haben wir erklärt, dass dieses eine Vorratskammer von Haselmäusen war. In weiteren Nistkästen, die wir gemeinsam begutachteten fanden wir einer Fledermaus, in einem anderen eine tote Meise. Eine umgestürzte Buche wurde zum Spiel- und Kletterbaum und an einer Futterstelle für Wildschweine wurden alle Verstecke für Mais untersucht.


13.11.10

Es sind heute nur 5 Kinder und von einem neuen Kind ist der Vater dabei. Ein guter Tag um in den Steinbruch zu gehen und dort nach den Veränderungen zu sehen, die durch die Vergrößerung der Abbaufläche erfolgen. Als erstes fällt auf, dass der See fast kein Wasser mehr hat. Wir haben auf dem Grund des Sees gestanden! Und in dem klaren Wasser, das abgepumpt wird, haben wir Wasserflöhe entdeckt. Die Kinder haben Steine mit nach Hause genommen und Lehm an den Füßen!


27.11.10

Es ist sehr kalt und es liegt ein wenig Schnee! Einfach durch den Wald gelaufen und nach den Busch-Hühnern gesucht, die uns seit den ersten Tagen fast immer begleiten. Die Kinder haben sehr gefroren!


11.12.10

 

Schneematsch, Tauwetter! Schade, der ganze viele Schnee taut innerhalb kürzester Zeit ab. Da wir heute sehr wenige Kinder waren, sind wir zum Bergwerkssee gefahren und haben diesen umrundet. Sven und Raphael sind vorgelaufen und haben eine Schneeballschlacht gemacht, Ole, Jan Christoph und ich haben langsam den See umrundet. Stockenten, Blesshühner und ein Schwan tummelten sich auf dem See. Und einen Baum mit einem großen Nest von einem Rabenvogel haben wir gefunden. Die Kinder sind auf den Baum geklettert und haben Fotos von dem Nest gemacht. Das Nest war etwas ausgepolstert mit Schafswolle!