Ausflug in den Wildpark

Stärken für den Tag

25.6.2011 - Im Wildpark Alte Fasanerie in Hanau / Klein-Auheim gab es zunächst ein reichhaltiges Frühstück, das die Verantwortlichen der Gruppe organisierten. Nach dem sich die Teilnehmer gestärkt hatten erkundete eine Gruppe mit Schlepper und Wagen den Wildpark. Friedel Wenzel, ehemaliger Mitarbeiter des Wildparks und jetzt Ruheständler, chauffierte die Teilnehmer und gab Erläuterungen zu den Tieren und zum Wildpark allgemein. Die zweite Gruppe unternahm einen zweistündigen Rundgang unter der Leitung von Hans Schwarting aus Rodgau (aktiver NABU-Fledermausschützer).

Rundfahrt und Rundgang führten an den Tiergehegen vorbei, wo u. a. Wölfe, Luchse, Wildschweine, Elche, Rothirsche, Wisente und weitere Tiere beobachtet werden konnten. Danach war Mittagspause.

Friedel Wenzel bei seinem Vortrag im Forstmuseum

Um 14.30 Uhr führte Friedel Wenzel einen Teil der Gruppe durch das Forstmuseum, das dem Tierpark angegliedert ist. Der Ausstellungsbereich "Von der Saat bis zur Ernte" gab einen Überblick über die historische Waldarbeit. Werkzeuge aus längst vergangenen Tagen und Fotos von einst belegen, wie schwer die Arbeit im Wald früher war. Ein Blick auf die gewichtige Zweimannsäge reicht aus, um das Ausmaß der körperlichen Anstrengung beim "Holz machen" in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts nachempfinden zu können. Über 30 Kilogramm bringt die erste Motorsäge auf die Waage; immerhin das acht- bis zehnfache Gewicht einer modernen Einmannsäge heute.

Historische Waldnutzungen

Lange Zeit waren die Menschen auf die Rohstoffe des Waldes angewiesen; ihr Leben und ihre Existenz hingen vom Holz ab. "Hölzernes Zeitalter" wird der Zeitraum vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert aus diesem Grund auch genannt. Die Ausstellung "Historische Waldnutzungen" informiert über die vielfältigen Waldgewerbe, die häufig zu einer regelrechten Ausbeutung und Übernutzung der heimischen Wälder führten.

Zum Abschluss nahm man an einer Flugschau der Falknerei teil. Der Dauerregen machte auch den Greifvögeln sichtlich zu schaffen. Mit nassem Gefieder fliegt sich nicht besonders gut. Dennoch bekamen die Teilnehmer einen interessanten Einblick.

Dann war es Zeit, wieder in die Wetterau zurück zu kehren. Mit dem Bus ging es nach Hause. Trotz Dauernieselregen bezeichnete der Vorsitzende Udo Seum den Ausflug als sehr gelungen.