Mitgliederversammlung der NABU-Gruppe Bingenheim

Helga Ahrens, Udo Seum, Hans-Martin Seisler (v. li.)

Bericht des 1. Vorsitzenden

26.3.2010 - Unsere Winterwanderung haben wir im alten Jahr am 18.12.2008 noch durchgeführt, da es seit zwei Wochen super Winterwetter war.
Leider setzte dann zwei Tage vor dem Termin Tauwetter ein und so kamen an diesem Tag leider nur 10 Personen, die an der Wanderung teilnehmen wollten. Da aber alles gerichtet war, wie z.B. Kuchen gebacken und die Würstchen bestellt, ließen wir es nicht ausfallen und ich ging mit der kleinen Gruppe lost. Die Crew mit Sigi, Oli, Norbert und Helga bereitete alles vor und wir machten uns einen gemütlichen Nachmittag in der alten Schreinerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim bei Würstchen, Tee, Kaffee und Kuchen.
Am 02. Januar führten wir die Pflegearbeiten im Stockborn durch. Die Kopfweiden wurden von ihrem Kopfschmuck befreit.
Da unsere NABU-Gruppe sich dem Bundesverband mit der Satzung unterordnen muss, waren Helga und Udo jetzt gefordert, sich unserer alten Satzung anzunehmen und sie zu überarbeiten. Nach getanener Arbeit bekamen wir "Grünes Licht" vom Bundesverband und dem Finanzamt Nidda.
Bei der Jahreshauptversammlung musste unser Vorstand neu gewählt werden.
Udo Seum fragt die anwesenden Vorstandskollegen, ob sie bei der Neuwahl ihr Amt für die nächsten 4 Jahre weiterführen möchten.
Es hat jeder der Anwesenden mit Ja geantwortet. Udo Seum teilte mit,
dass er sich um einen neuen Schriftführer bemüht hat und erfolgreich war. Josef Tiefenbach hat das Amt von Klaus-Dieter Müller übernommen.
Für die Homepage der NABU-Gruppe Bingenheim konnte er Sven
Schuchmann gewinnen.

Bei verschiedenen Arbeitseinsätzen in den Wintermonaten wurden Plattformen für Weißstörche hergestellt.
Nach wie vor wird sich montags zu den Arbeitseinsätzen getroffen, in der Schreinerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim früher Schäfer.
Es lag eine Anfrage von der Arbeitsgemeinschaft Nidda vor für ein fertig geflochtenes Nest.
Wir teilten mit, dass dies Kosten von rund. 500,-- EUR verursachen würde.
Laut Herrn Hans-Dieter Stehr wäre der Preis kein Problem.
Es wurde einstimmig beschlossen, das Nest, wie gewünscht, fertig zu stellen.
Das Bezahlen war aber im Nachhinein ein Problem, es zog sich über 3 Monate hin.

Am 19.03.2009 konnten wir ein Storchennest an der Gärtnerei Povileit und am 26.03.2009 in der Aue bei Reichelsheim in Zusammenarbeit mit der OVAG aufstellen. Laut Ralf Eichelmann haben wir alle Rekorde gebrochen ca.15 Minuten mit befestigen der Plattform am Mast und Aufstellen. Das macht eben die jahrelange Erfahrung.
In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Nidda wurden die Erweiterungen der Teiche im "Bingenheimer Ried" festgelegt. Bis zum Jahresende konnten die Arbeiten auch abgeschlossen werden. Sie sind eine weitere Bereicherung in den Auen für seltene Amphibien z.B. für die Knoblauchkröte. Nach A. Malten wird der Individuenkonstante in Hessen auf vorsichtige Schätzung unter 500 Individuen angesetzt, verteilt auf 43 Vorkommen. Mit dem Bau eines Amphibienzaunes zwischen Gettenau und Heuchelheim konnten Stefan
Stübing, Hans-Jürgen Roland und Udo Seum 1300 Knoblauchkröten umsetzen. Was einzigartig in Hessen ist und wiederum für unser NSG Bingenheimer Ried spricht.
Die Montagseinsätze Ende April, Mai und Juni waren von unserem Ehrgeiz geprägt, den Uhu- und Steinkauzbestand im Wetteraukreis zu kartieren. Wir mussten in dem Jahr feststellen, dass der Eulenbestand im Wetteraukreis ziemlich am Boden ist. Es war lange kalt und keine Mäuse da. Ein Höhepunkt (Highlight) war die Beringung mit dem Hessischen Fernsehen, die Aktion kann man sich auf unserer Homepage des NABU Bingenheim ansehen. Zu dieser Arbeitsgruppe gehörten Marco und Wolfgang Ahrens, Hans-Martin Seisler, Siegfried Schmitz, Norbert Fleischer, Oliver Schwab, und meine Wenigkeit.
Am 01.04.2009 konnten wir mit Frau Wenzel und Reiner Stoll aus Gettenau den Kauf von Wiesen im Bingenheimer Ried Flur 9 Nr. 60 mit 2968 qm und Flur 9 Nr. 58 mit 8040 qm abschließen. Laut Forstamt Nidda wurden Entschädigungen gezahlt und somit brauchten wir nur noch EUR 0,50/qm zahlen. Sie waren mit dem Kaufpreis einverstanden.

Am 05. April fand unsere alljährliche Vogelstimmenwanderung für Ausgeschlafene statt.

Bei schönem trockenem Wetter konnte Udo Seum um 6.00 Uhr mit den Interessierten losgehen. Die Tour ging vom Steinbruch durch die Feldgemarkung in den Wald. Es ging durch verschiedene Waldbiotope zu dem Institut Lucius. Unser Weg führte uns durch die Horloffaue zum Stockborn. Nach schönen Eindrücken kehrte die Gruppe wieder in das "Haus der Vereine", wo man mit einem "Super-Frühstück" auf uns wartete und man ließ noch mal alles auf sich einwirken. Die Stunde der Gartenvögel wurde am 09./10. Mai 2009 durchgeführt. Dies ist ein Aufruf des Naturschutzbundes Hessen, Landesverband. An diesem Tag kann ein jeder eine Stunde lang in seinem Garten, Balkon oder Stadtpark Vögel beobachten und an den Landesverband melden. Die vorbereiteten Infoblätter und Vordrucke können im Internet herunter geladen werden. Ca. 10 Personen haben an dieser Aktion teilgenommen.

Am 8. Juni 2009 grillten die Aktiven bei Oliver Schwab im Garten. Das Grillfleisch wurde gespendet (S. Kannwischer und Martina Loos). An diesem Abend hatten wir die Möglichkeit, dem Froschkonzert des Laubfrosches zu lauschen, was heutzutage schon eine Seltenheit ist.

Die Aktion "Fledermausfreundliches Haus" konnte von uns im Juni-August durchgeführt werden. Fledermäuse sind wie kaum eine andere Tiergruppe in ihrer Wohn- und Lebensweise vom Menschen abhängig. Mehr als die Hälfte der hessischen Fledermausarten ist auf überlebenswichtigen Unterschlupf an Gebäuden angewiesen. Sie besiedeln vorzugsweise Dachböden und unterschiedliche Hohlräume - ohne die Bausubstanz zu schädigen.
Im Zuge von Sanierungen, Abrissvorhaben oder durch Verschließen von Öffnungen verschwinden immer noch - wissentlich oder aus Versehen - Versteckmöglichkeiten oder Fledermausquartiere.
Erfreulicherweise wächst die Zahl derjenigen, die Fledermäuse mögen und etwas für die lebhaften Flattermänner im eigenen Wohnumfeld unternehmen möchten.
Deshalb zeichnen der NABU und das Land Hessen nun Hausbesitzer aus, die Fledermäuse an ihrem Gebäude wohlwollend dulden und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser bedrohten Tiere leisten.
Fünf Meldungen als "Fledermausfreundliches Haus" gingen ein.

  • Habermehl, Bingenheim,
  • Glaub, Gettenau,
  • Dr. Wiltrud Risch-Laasch, Blofeld,
  • Werner Rühl, Echzell,
  • Lebensgemeinschaft Bingenheim.

Am Samstag den 04.07.09 übernahmen wir den Thekendienst bei der Einweihung der neuen Partnerschaft Schäfer - Lebensgemeinschaft Bingenheim (Schreinerei der Montagseinsätze der NABU Gruppe)

 

Streuobstförderung

Der Fachdienst Landwirtschaft des Wetteraukreises fördert die Neuanpflanzung von hochstämmigen Obstbäumen.
Wir wollten an dem Programm teilnehmen doch unser Antrag ging mit einem Tag Verspätung beim Amt in Friedberg ein.
Da sehr viele Anträge vorlagen konnte davon ausgegangen werden, dass
in diesem Jahr keine Förderung erfolgen kann. Möglich wäre ggf. eine
Förderung im Frühjahr 2010.
Die Vorstandsmitglieder waren sich jedoch einig darüber, dass eine
Herbstpflanzung besser ist und daher bevorzugt wird.
Auf Grund des Aufrufes im Gemeindeblatt haben sich beim Vorsitzenden
gemeldet:

  • Alfred Stephan (4 Bäume)
  • Andrea Menzenbach (4 Bäume)
  • Karlheinz Schäfer (6 Bäume)
  • NABU-Gruppe (6 Bäume).

Ich habe an verschiedenen Tagungen und Seminaren im Lauf des Jahres teilgenommen.
Meinen Dank gilt den Firmen und der Gemeinde Echzell, die uns in diesem zurückliegenden Jahr wieder unterstützt haben.
Ein Dankeschön gilt ebenfalls den zahlreichen Aktiven, den Helfern und Freunden des Vereins.
Einen besonderen Dank dem Amtlichen Naturschutz. Hier möchte ich doch einmal Josef Tiefenbach und Ralf Eichelmann gebührend nennen, ohne die so manches nicht möglich wäre.
Bei meinen Vorstandskollegen möchte ich mich für die Beteiligung an den Vorstandssitzungen bedanken und hoffe im kommenden Jahr
wieder auf eine ebenso gute Zusammenarbeit wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Bericht des Jugendwartes


Hans-Martin Seisler erstatte der Versammlung Bericht über die Jugendarbeit.
Auch im vergangenen Jahr waren wir im Bingenheimer Ried, am Pfaffensee und Teufelssee und im Bingenheimer Wald unterwegs. Auch waren wir im Echzeller Wald, am Wildfrauengestühl zwischen Blofeld und Dauernheim und in Schwickartshausen zur 2. Schwickartshausener Fledermausnacht.

Wir haben im Januar versucht, die Spuren der Tiere im Schnee zu bestimmen und im Frühjahr die Vögel im Bingenheimer Ried. Interessant dabei ist, dass die Kinder beginnen, mit Spektiv und Buch bewaffnet gezielt auch seltene Vögel zu suchen, zu finden und zu bestimmen. Also kann ich sagen, das Auge ist geschult. Vielfach ist auch die Ruhe in den Kindern, sich hinzustellen und etwas zu suchen, von dem sie nicht wissen ob es da ist und wenn sie was gefunden haben, nachzuschlagen, was es ist.
Wir haben im Herbst auch angefangen, unter einem kleinen Schülermikroskop Pflanzen und Tiere zu untersuchen.
Natürlich gibt es in der Gruppe auch Kinder, die wenig Ruhe und Geduld haben, sich intensiv auf die Suche zu begeben, Kinder die nach kurzer Zeit ihrem Bewegungsdrang nachgehen müssen. Auch diese Kinder werden von der Gruppe mitgenommen und können ihrem Drang folgen, indem wir z.B. auf dem Rückweg aus dem Ried zum Spielplatz gehen. Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass sich eine homogene Gruppe gefunden hat, in der auch die größeren Kinder auf die kleineren Kinder achten.

Zu den Highlights des Jahres gehörte sicherlich das Beringen der Steinkäuze im Juni, bei dem wir einen jungen Steinkauz aus dem Nest geholt hatten, der noch eine Maus im Schnabel hatte, außerdem die Wintergäste in den Nistkästen, ich meine die Haselmäuse, die wir im Februar bei dem Ausräumen der Nistkästen gefunden hatten.
Und auch die Fledermausnacht in Schwickartshausen gehörte dazu, mit einem Vortrag über urzeitliche Fledermäuse, die in der Grube Messel gefunden wurden, sowie die Fütterung von kranken und schwachen Fledermäusen und die Leinwand, auf die das Treiben im Kirchturm übertragen wurde. Ja und dann war natürlich der Ausflug der Fledermäuse aus dem Kirchturm ein Ereignis.
Die Matschwanderung im Herbst war  sicherlich auch ein bleibendes Erlebnis. Da hatten die Kinder tatsächlich den Wildschweinen Konkurrenz gemacht.
Ach ja, wir hatten auch bei der Obstbaum-Pflanzaktion im Dezember geholfen.
Manchmal, gerade im Winter, gingen wir einfach nur spazieren, durch die Wälder oder über die Wiesen. Hier konnten die Kinder dann ihrem Bewegungs- und Spieldrang freien Lauf lassen. Und interessanterweise fanden die Kinder immer irgendwas interessantes, das sie mit nach Hause nehmen wollten! Einen Ast, den sie mit nach Hause schleppten, oder Baumpilze oder Eisbrocken, die wenigstens den Eltern gezeigt werden mussten.

Über unsere Aktivitäten und Erlebnisse habe ich auch dieses Jahr wieder ein kleines Tagebuch geführt, das mit Fotos versehen hier zur Ansicht ausliegt und, wie ich hoffe, anschaulich unsere Erlebnisse beschreibt.

Ausblick auf das kommende Jahr: wir werden auf jeden Fall jetzt im Frühling wieder im Bingenheimer Ried die Vögel beobachten. Auch will ich das Leben im Wasser erforschen. Hierzu haben wir Materialien durch die HGON zur Verfügung gestellt bekommen. Vielleicht kann das verbunden werden mit einem Ausflug zu dem alten Flugplatz nach Bonames. Dort sind unter anderem viele Flachwasserteiche angelegt worden, die von Kindergruppen oder Schulklassen erforscht werden können.

Am Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Tagebücher mittlerweile auf unserer Homepage hinterlegt sind, ebenso die Termine, an denen wir uns treffen. Dort sind aber keine Themen benannt, da ich ziemlich spontan je nach Größe der Gruppe oder den Witterungsverhältnissen entscheide, was wir machen.

 

Geehrt für 15 Jahre Mitgliedschaft: Sandra Ahrens

Ehrungen

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:

  • Evelin Loth

Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:

  • Sandra Ahrens
  • Christina Müller
  • Christoph Müller
  • Astrid Visser
  • Martin Visser
  • Jennifer Wehrum

 

 

Verschiedenes

  • Bau von Storchennestern (9 Stück), neues Nest in der Nähe Flutbach
  • NABU-Aktion "Ein König sucht sein Reich - der Laubfrosch"
  • Teilnahme an der Gewerbeausstellung in Echzell (EGA)
  • Vortrag "Kormoran - Vogel des Jahres 2010" und "Zwergohreule" durch Udo Seum